Viele kennen das: der Kalender ist zum Platzen voll und die Termine überschlagen sich. Und das bezieht sich nicht nur auf unser Arbeits- sondern auch auf das Privatleben. Manchmal – da ich ja sozusagen 3 Terminkalender führe…oder sogar 4 – habe ich das Gefühl, mich mindestens zweiteilen zu müssen, um alles zu schaffen. Vor den Osterferien war das so. Wir hangelten uns von einem Kränkeln zum nächsten und hatten irgendwie tausend Dinge auf dem Zettel. Anstatt dann bewusst Nein zu sagen, hängt man dann in diesem übervollen Ablauf und kann so einiges davon gar nicht mehr richtig genießen. FOMO – fear of missing out – nennt man das Verhalten, nicht Nein sagen zu können, aus Angst, etwas zu verpassen. Leider kippt dann oftmals das Gefühl, dass es gut ist, viel zu tun, zu lernen, aufzunehmen, Leute zu treffen, die Kinder überall hinzufahren, immer frisch zu kochen und es bleibt ein Gefühl des Gestresst seins, der Erschöpfung und er Überforderung. Dadurch, dass wir zusätzlich auch noch ständig auf soziale Medien, Emails etc. in unseren Smartphones zugreifen können, kommen wir noch nicht einmal in den Zeiten dazwischen zur Ruhe.

Was tun? Hier hilft JOMO – oder joy of missing out. Dies ist das bewusste Verzichten auf gewisse Dinge. Das fällt oft schwer, weil es immer irgendwo eine Party, einen interessanten Podcast, das aufwendige Rezept, Freunde zu besuchen gibt. Wenn wir es aber schaffen, an einigen Stellen bewusst Nein zu sagen, dann können wir damit Raum schaffen. Raum, in dem wir zu Ruhe kommen, in dem wir entspannen können, der unserem Körper und Geist hilft, zu regenerieren. Auch wenn es sich im ersten Moment anfühlt, als würden wir etwas verpassen, so ist es doch wichtig, diese Freiräume zu  schaffen, damit wir nicht überlastet werden.

Ich fahre zum Beispiel oft bewusst Auto, ohne Radio zu hören. Ich genieße dann die Stille und merke, wie ich die Seele so etwas baumeln lassen kann. Auch so banale Dinge, wie die Wäsche einfach mal liegen zu lassen, musste ich erst lernen, habe aber bemerkt, dass es gar nichts macht, sie manchmal erst morgen zu waschen. Eine große Veränderung hat mir auch die Meditation gebracht. Ich meditiere morgens regelmäßig 20 Minuten und genieße das in vollen Zügen. Natürlich könnte ich die Zeit für arbeiten, telefonieren, FB checken oder Wäsche waschen nutzen. Ich entscheide mich aber bewusst dagegen und lebe so ein wichtiges JOMO.

Wo kannst Du JOMO bewusst in Deinen Tagesablauf einbauen? Versuche es mal und – BE YOUR BEST SELF!