In meinem letzten Blog Beitrag habe ich ja bereits darüber geschrieben, wie wichtig soziale Kontakte sind und dass Gruppen auch eine ganz besondere und starke Energie erzeugen können.

Aber auch der Kontakt zwischen zwei Personen ist so wichtig. Und mit Kontakt meine ich körperlichen Kontakt, richtige Berührungen. Als Erwachsene und besonders auch hier in Deutschland gewöhnen wir uns Berührungen mir der Zeit immer mehr ab. Wir geben uns zur Begrüßung schön mit Abstand die Hand anstatt uns, wie in vielen anderen Ländern, zu umarmen. Eine Umarmung bringt die Herzen näher zueinander und lässt sie sich so verbinden. Es geht sogar noch weiter – eine längere Umarmung (zählt dabei mal bis 6) führt zu einer Ausschüttung von Glückshormonen. Und diese wiederum machen, dass wir uns gut fühlen, dass wir ausgeglichen sind und weniger Stress haben.

Ein anderes Beispiel: wenn sich ein Kind stößt, redet die Mutter nicht nur beruhigend auf das Kind ein, sie berührt auch die gestoßene Stelle und streichelt sie. So, beeinflusst sie den Heilungsprozess. Dies ist also eine Art Energieheilung. Durch Berührung können wir auch Bauch- oder Kopfschmerzen lindern. Wir vergessen einfach nur, dass das geht. Aber wenn es bei Kindern funktioniert, warum dann nicht auch bei uns selbst?

Beim Impfen beim Arzt bat mich mein Sohn, seine Hand zu halten. Das wirkt beruhigend und vermittelt Sicherheit. Und auch ich habe diese Erfahrung kürzlich gemacht, als ich eine sehr unangenehme Behandlung hatte. Als die Krankenschwester meine Hand sanft hielt und beruhigend mit mir sprach, ging es mir sofort besser.

Ich finde, dass die körperliche Verbindung bei uns im Alltag zu wenig Raum bekommt. Auch meine Katze liebt es, zu kuscheln. Gerade die dunkle Jahreszeit bietet uns die Möglichkeit tatsächlich näher zusammenzurücken. Dies können wir ganz gemeinsame Nachmittage mit Tee und Keksen oder bei Familienfernsehabenden machen.

Wir können es aber auch in unseren Alltag wieder mehr einfließen lassen. Morgens können die Kinder statt mit einem flüchtigen Tschüss mit einer Umarmung in die Schule geschickt werden. Wir können unseren Partner mal wieder beim Spazieren an der Hand halten oder ausgiebig in den Arm nehmen.  Dadurch kommen wir uns als Menschen tatsächlich näher, unsere Energien verbinden sich und wir fühlen uns mit diesem Menschen insgesamt mehr verbunden.
Eventuell gibt es ja auch die eine oder andere Möglichkeit, anderen Menschen Berührungen zu schenken. Wir besuchen seit fast einem Jahr eine Frau im Pflegeheim und ich achte jedes Mal beim Verabschieden darauf, sie freundlich am Arm zu berühren. So verletze ich nicht ihre Privatsphäre, zeige ihr aber, dass ich für sie da bin und mich um sie sorge.
Auch eine Massage kann nichts nur Verspannungen lösen, sondern auch durch die Berührungen einen großen Nutzen haben. Vor kurzem haben wir zu zweit eine Thai-Yoga-Massage gemacht, bei der die Berührungen nicht unbedingt sehr tief gehen. Die Berührungen aber taten sehr gut und führten so zu Wohnbefinden und Entspannung.

Versuche doch auch Berührungen und körperliche Verbindungen mehr in Dein Leben zu bringen. Du wirst sehen, dass es Dir und auch den anderen sehr gut tut und – BE YOUR BEST SELF!